Fremde Wasser (1988)

Fremde Wasser

die Heimat weit und wir
verworfen
nur Schatten hinter dunkler Wand
ist unser Bild von dort
jetzt, in der Fremde,
warten wir und trauern,
zu Hause war der Sand so freudewarm
die Wasser spielten
über blankem Kieselgrund,
jeder Stein trug Zeichen
seines Werdens als köstliches
Geheimnis und war uns
heimatliches Bild
nun hoffen wir,
hier an den Ufern trauernd,
es wird der Tag sich neigen
und in der Dämmerungschatten
steht ein
bergend Haus
ein hoher Baum
ein Liebender